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musica da donna

Die Musik von Komponistinnen ist anders, nämlich urwüchsig, originell, kreativ, komplex, überraschend, berührend, anspruchsvoll und ungezähmt, genauso wie Frauen eben sein können!

Schon als junge Geigenschülerin habe ich bei den Werkauflistungen auf der Rückseite der Musiknoten nach Komponistinnen Ausschau gehalten. Im Musikstudium wunderte ich mich dann immer wieder, warum so wenige Frauen als Komponistinnen in Erscheinung treten. Die Lehrpersonen hakten das Thema jeweils schnell in ein paar Sätzen ab, im Sinne von „Frauen können einfach nicht komponieren. Sie reihen viele Einfälle aneinander und entwickeln ihr musikalisches Material nicht oder zu wenig“. Solche Aussagen wurmten mich zwar, aber ich ging der Sache damals noch nicht auf den Grund.

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich nun mit Werken und Biographien komponierender Frauen. Plötzlich zeigte sich ein viel differenzierteres Bild: Frauen waren seit jeher Teil des Musiklebens, als Veranstalterinnen (Salons), Mäzeninnen, Interpretinnen, Schülerinnen, Studentinnen, Lehrerinnen, Künstlerinnen (vor allem Sängerinnen und Pianistinnen) und eben auch als Komponistinnen.

Zusammen mit dem Pianisten Tobias Cramm erforsche ich das Repertoire für Violine und Klavier. Für diese Standardbesetzung existieren auch bei den Komponistinnen viele Werke. Sie ist daher besonders dankbar, um die Musik der komponierenden Frauen zu entdecken!

Eine ganz exquisite Besetzung ist das Violinduo. Mit der Geigerin Núria Rodríguez gehe ich ebenfalls den Spuren der Tonschöpferinnen nach!